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Farben und ihre Wirkung auf unser alltägliches Leben

Farben bewirken Empfindungen – es gibt so viele Möglichkeiten!

Das Auge ist eines der wichtigsten Sinnesorgane, direkt mit unserem Gehirn, aber auch mit unserer Seele verbunden. Haben Sie einmal probiert, nur wenige Minuten Ihr Leben mit verbundenen Augen so zu bewältigen, wie es Blinde beziehungsweise Sehbehinderte tun müssen? Die kleinen Freuden bleiben uns dann verborgen, aber auch die wichtigen Impulse, die ein Sehender wahrnehmen kann. Der kleine, bunte Schmetterling – eine Augenweide, ein Glücksmoment, ihn beim Flattern über den Blüten einer Wiese beobachten zu können. Sein zarter Körper, sein emsiges Tun, aber auch die Farben der Flügel und der Wiese erfreuen uns – und leider bieten das Ohr oder der Tastsinn keine Option, dieses Erlebnis auf andere Weise zu genießen. Etwa 70 % der sinnlichen Wahrnehmung des Menschen läuft über die Augen.

Auch in unserem sonstigen Leben sind die Augen und ihre Wahrnehmung sehr wichtig. Konkret auf die Farben bezogen, hat diese „Funktion“ sogar Einfluss auf die Stimmung, in der man sich befindet. Unterschiedliche Farben bewirken verschiedene Empfindungen – in vielen öffentlichen Gebäuden, aber auch im privaten Wohnbereich lassen sich damit auf psychologischer Ebene diverse Stimmungen erzielen. Das gemütliche Wohnzimmer in Neon-Pink? Das Kinderzimmer in dunklem Braun? Etwas überspitzt beschrieben wären das sehr kontraproduktive Möglichkeiten, Räume mit Farbe zu versehen. Ebenso käme ein Patientenzimmer in sattem Rot bei Kranken eher weniger gut an – von Ruhe und Erholung ist kaum noch die Rede, wenn man von der eher aggressiven Farbe umgeben ist. Ganz im Gegensatz kann hier zum Beispiel ein sanftes Blau die Beruhigung erzielen, die nervöse und von Beschwerden geplagte Menschen benötigen. So ist es bei der Gestaltung eines Raumes nicht nur Geschmackssache, sondern auch eine Frage von Emotionen und Funktionalität des Raumes, wie er letztendlich gestrichen (oder tapeziert) wird. Auch Muster können im Übrigen Ruhe und Gelassenheit (oder das krasse Gegenteil) vermitteln.

Der Ursprung der Farben – Begründer der Farblehre

Einer der Urväter der heutigen Farbenlehre ist der Maler Leonardo da Vinci – ein Vertreter der Renaissance. Er wirkte im 15. Jahrhundert – sein berühmtestes Werk, die Mona Lisa, kennt jeder. Er beschäftigte sich nicht nur mit der Anwendung von Farben, sondern machte sich auch Gedanken über dieselben. Er definierte als erster zum Beispiel Gelb als „einfache Farbe“, erkannte aber auch, das beispielsweise Blau eine Mischung sein muss – in seinen Ausführungen ein Mix aus Finsternis und Licht. Ein weiterer Vorreiter der Farblehre war Physiker Isaac Newton. Er dokumentierte seine Beobachtungen über durch ein Glas-Prisma fallendes Licht, welches sich dann in seine Spektralfarben zerlegt. Von Newton stammt der erste Farbkreis, verbunden mit der Erkenntnis, dass die Spektralfarben Grün, Rot und Blau zusammen weißes Licht ergeben und Schwarz einfach das Fehlen des Lichtes erklärt. Auch Johann Wolfgang von Goethe als Dichter forschte in Sachen Farben. Er erkannte die Wirkung der Farben auf Seele und Geist der Menschen, definierte aber bereits sechs Grundfarben, die er wie Newton in einen Farbkreis zusammenfasste. Heute kennen wir die drei Grundfarben Blau, Gelb und Rot – und daneben Sekundär- und Tertiär-Farben, die Mischungen aus den Grundfarben darstellen.

Die treffende Farbwahl für die jeweilige Raumnutzung

Aus Farbkarten oder Musterheften wird in der Regel ausgewählt, wenn es um die Farbgebung sowohl gewerblicher als auch privater Räume geht. Meist sind es sogar spontane Entscheidungen, natürlich vom eigenen Geschmack beeinflusst. Instinktiv machen die meisten Hobby-Einrichter hier alles richtig, denn die Farbwahl hat nicht nur großen Einfluss auf das Wohlbefinden, sondern bringt folglich schon vor dem Anstrich die richtigen Ideen. Sich im Büro wohl zu fühlen, einen Verkaufsraum für Kunden und Personal ansprechend zu gestalten und im Zuhause jedem Raum seine heimelige Atmosphäre zu verschaffen, ist ein sehr wichtiger Schritt bei der Gestaltung der Räumlichkeiten.

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